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Dienstversammlung des Feuerwehr-Gefahrgut- und Umweltschutzzuges

Torben WIlshusenZeven (Landkreis Rotenburg) Am Mittwoch lud der Leiter des Umweltschutz- und Gefahrgutzuges der Kreisfeuerwehr, Torben Wilshusen, zur jährlichen Dienstversammlung in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Zeven ein. Bevor Wilshusen die jüngste Bilanz vortrug, merkte er bescheiden an, dass diese Spezialeinheit der Freiwilligen Feuerwehren vor nunmehr 25 Jahren gegründet wurde und dies sogar eine Jubiläumssitzung sei. Der Zug wurde im Jahr 1991 in seiner jetzigen Form ins Leben gerufen und war der Beginn einer erfolgreichen Sparte der Feuerwehr.

Doch in seinem Jahresbericht lenkte Wilshusen den Fokus zunächst auf das zurückliegende Jahr. Trotz einer leichten Stagnation ist die Personalsituation beim Gefahrgutzug seit vielen Jahren auf gleichbleibendem Niveau – hier waren 50 Mitglieder zu zählen (Vorjahr 53). Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Ortsfeuerwehren und die herausfordernde Arbeit wird neben dem anspruchsvollen freiwilligen Feuerwehralltag gemeistert.

Übung unter CSAInsgesamt wurde der Gefahrgutzug, oder einzelne Elemente davon, im zurückliegenden Jahr 19 Mal alarmiert (Vorjahr 16). Der GW-Mess (Gerätewagen Mess – Sonderfahrzeug zum Messen von Gefahrstoffen und Schadstoffbelastungen) wurde beispielsweise in einem Seniorenheim in Zeven hinzualarmiert, um nach einer starken Geruchsentwicklung festzustellen, ob möglicherweise eine Evakuierung der Bewohner erforderlich sei. Insgesamt sind 10 Feuerwehrleute für den GW-Mess zuständig und haben sich auf dieses komplexe Fahrzeug und seine Aufgaben spezialisiert. Gruppenführer Stefan Meier führte aus, dass es nach Personalfluktuationen voraussichtlich bald die erste Frau in den Reihen seiner kleinen Truppe geben werde, womit der prozentuale Anteil der Frauen auf 10% steigt.

Der GW-A (Gerätewagen Atemschutz) kann Atemluftflaschen direkt an der Einsatzstelle befüllen – dieses Fahrzeug wurde zu vier Einsätzen alarmiert (Vorjahr 7). Wilshusen ließ nochmal die vier Großeinsätze Revue passieren, bei denen der GW-A die Feuerwehren unterstützte. Durch die Besatzung des Fahrzeuges wurden insgesamt 111 Atemluftflaschen befüllt.

Übung mit DuschzeltDie Führungsgruppe des Gefahrgutzuges kann mit Expertise und auch Equipment unterstützen, dies wurde in 2016 zwölf Mal abgerufen. Von Bremervörde bis Visselhövede waren die Spezialisten zur Stelle, wenn es um Gasgeruch, austretendes Chlor oder unklare Gefahrgutsituationen ging. Der gesamte Gefahrgutzug wurde zu einem Einsatz gerufen (Vorjahr ebenfalls ein Einsatz). Im Zevener Stadtgebiet lief am 11. August 2016 aus einem Überseecontainer mit Gefahrgutkennzeichnung ein vermeintlicher Gefahrstoff aus. Unter großem Personaleinsatz wurde der Container entleert und das beschädigte Versandstück gesichert.

Ein besonderer, wenngleich artfremder Einsatz, folgte von dem Dekontaminationswagen (Dekon-P). Das geländegängige Trägerfahrzeug der Dekontaminationsausstattung wurde entladen und zum Hurricanefestival nach Scheeßel beordert, um dort als provisorischer Krankentransporter für das mittlerweile schwere Gelände eingesetzt zu werden. So stellte die Feuerwehr die Fortsetzung eines sicheren Festivals sicher. Insgesamt wurden so 344,62 Einsatzstunden erbracht (Vorjahr 284,37).

Zahlreiche Übungsdienste waren erforderlich, um die Mannschaft für ihre Aufgaben zu qualifizieren. Zudem wurde an Weiterbildungen teilgenommen, aber auch der Gefahrgutzug ist zu Weiterbildungen zu den Feuerwehren gereist und hat über deren Aufgaben und Möglichkeiten beraten.

Großen Dank richtete Wilshusen an das Team der Feuerwehrtechnischen Zentrale, denn dort werde „super Arbeit“ geleistet, um den Gefahrgutzug fit und funktionsfähig zu halten. Insbesondere der Umbau eines MTW mit Funkgeräten, Regalen und vielem mehr war beispielgebend für das professionelle Wirken dieser Dienstleister für die Feuerwehr. Mit Blick in Richtung der Verwaltung wünschte sich Wilshusen wohlwollende Unterstützung bei den Investitionsforderungen. Hier konnte Helmut Braune als Vertreter des Landkreises positives Feedback geben, denn alle Beschaffungswünsche wurden durch die Kreisinstanzen gebilligt und Haushaltsmittel für das kommende Jahr eingestellt. Allerdings müssten sich nun die frisch gewählten politischen Gremien abschließend zu den Beschaffungsmaßnahmen äußern – doch auch hier blieb Braune optimistisch.

Marco SieversAbschnittsleiter Peter Dettmer überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehrführung und beglückwünschte den Zug zu seinem Jubiläum. Dettmer selbst war ein Mitglied der ersten Stunde. Er dankte den Mitgliedern für ihr herausragendes Engagement und die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren des Landkreises. Speziell das Thema Gefahrgut sei sehr komplex und herausfordernd und bedarf des intensiven Trainings und der steten Weiterbildung. Besonders freute sich Dettmer über die Gelegenheit, den Zevener Feuerwehrmann Marco Sievers vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister befördern zu können.

Thorsten erhält ErinnerungspokalZum Abschluss der Versammlung verabschiedete Torben Wilshusen noch das langjährig aktive Mitglied Thorsten Rathjen-Sieburg aus den Reihen des Gefahrgutzuges. Dieser habe den Entschluss aufgrund weiterer zeitlicher Verpflichtungen fassen müssen. Als Dank überreichte Wilshusen ihm eine kleine Aufmerksamkeit und dankte ihm für die gute Arbeit in dieser Aufgabe.


Auch Wilshusen bedankte sich bei seiner Truppe und beendete die Sitzung mit einem kurzen Blick in die Zukunft und einigen Veränderungen, die es nun anzugehen gilt und wünschte sich, dass auch zukünftige Herausforderungen durch das Team des Gefahrgutzuges gemeistert werden.

Text und Fotos: Oliver Hein - 28.10.2016

 

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